Hallo, heute habe ich ein Review zu Peter “Pete” Dohertys erstem Soloalbum. Das Album ist im letzten Jahr am 13. März. Zuerst einmal: Warum veröffentlich Pete sein Album unter seinem “richtigen” Namen “Peter Doherty”? Die Antwort ist ganz einfach: Weil seine Songs merkbar erwachsener geworden sind, als noch auf der Platte “Down in Albion” mit seiner Band “The Babyshambles”. Er nuschelt nicht mehr ins Mikrofon und zupft nicht mehr verspielt auf seiner Gitarre rum! Also macht er eigentlich das genaue gegenteil von dem, was wir von ihm aus der Presse gewohnt sind! Dort wird er ja immer “nur” als Junkie dargestellt. Jedoch wird dabei oft übergangen, dass Herr Doherty ein wirklich hervorragender Musiker ist, der Songs mit klasse Texten und eingängigen Melodien schreibt und das sowohl als Solo Künstler, als auch mit seiner Band “The Babyshambles oder zur Zeit der “Libertines”.

Hier einmal das Cover des Albums:


Und die zum Album gehörende Trackliste:

1. Arcady
2. Last Of The English Roses
3. 1939 Returning
4. A Little Death Around The Eyes
5. Salome
6. I Am The Rain
7. Sweet By And By
8. Palace Of Bone
9. Sheepskin Tearaway
10. Broken Love Song
11. New Love Grows On Trees
12. Lady Don’t Fall Backwards

Meine Meinung zu den einzelnen Tracks:

1. Arcady

Arcady ist ein wirklich klasse “Opener” für ein Album wie dieses! Der Song hat eine eingängige Melodie, die einem einfach im Ohr bleiben muss!

2. Last Of The English Roses

Dieser Song ist die erste Singleauskopplung aus dem Album. Jedoch muss ich sagen, dass dieser Song nicht mein absoluter Favorit des Albums ist! Der Song ist etwas schwer zugänglich, d.h. man muss ihn mehrmals hören, um ihn wirklich zu mögen!

3. 1939 Returning

Bei diesem Track gefällt mir die Gitarrenstimme ganz besonders! Dies ist der erste Track, bei dem ebenfalls eine Geige dabei ist! Daran merkt man nochmal, dass Pete Doherty eindeutig erwachsener geworden ist! Dieser Track sollte übrigends eigentlich ein Duett mit Amy Winehouse werden, mir gefällt der Song jedoch auch ohne die Duettpartnerin!

4. A Little Death Around The Eyes

Diesen Song hat Pete Doherty zusammen mit einem Ex-Band Kollegen “Carl Barât” geschrieben. Und ich muss sagen: Respekt! Der Song ist wirklich klasse geworden!

5. Salome

Beim ersten Hören dieses Songs fällt sofort auf, dass dies der ruhigste Track auf einem sowieso schon sehr ruhigen Album ist! Das heißt allerdings nicht, dass der Song schlecht ist, nein ganz im Gegenteil, hier passen alle Komponenten des Songs perfekt zusammen!

6. I Am The Rain

Dieser Song ist meiner Meinung nach der beste auf dem gesamten Album! Hier passt alles noch besser, als eh schon auf den anderen Tracks. Der Text ist poetisch:

I am the rain
Held in disdain
Lotions and potions just add to my fame
The rime that in spain
Fall on the plain
The truth is I’m ruthless
I can’t be contained.

Und die Gitarrenstimme ebenfalls sehr gut! Dieser Song ist mein persönlicher Hörtipp auf diesem Album.

7. Sweet by and by

Dieser Song steht im kompletten Gegensatz zu den anderen Songs auf Pete Dohertys erstem Solo Album. Die meisten anderen Songs sind ja fast nur von einer akustischen Gitarre begleitet, hier gibt es allerdings noch Bläser, ein Piano und einiges mehr! Aber all das ohne, dass der Song auch nur auf irgendeine Art und Weise laut oder ungemütlich klingen würde!

8. Palace Of Bone

Ein wirklich klasse Song. Dies ist auch der einzige, auf dem es ein Gitarren Solo gibt, und auch dieses passt sich wunderbar in das “Flair” des Songs ein!

9. Sheepskin Teraway

Dieser Song ist ein Duett mit Dot Alison. Ebenfalls ein wirklich klasse Track!

10. Broken Love Song

Bei diesem Lied gefällt mir besonders der Chorus sehr gut. Dieser besteht aus nur vier Zeilen, die immer gleich sind:

They are the loneliest

Ebenfalls ein großartiger Track!

11. New Love Grows on Trees

Auch bei diesem Song stimmt wieder alles! Die Gitarrenstimme ist genial, der Rhythmus macht den Song noch leichter zugänglich. Der Text ist natürlich auch mal wieder großartig!

12. Ladys don’t fall Backwards

Mit diesem Song findet das Album einen würdigen Abschluss. Ein besseres Ende hätte man eigentlich garnicht finden können!

Fazit:

Auch wenn die Tracks einzeln noch so klasse sind, ist es natürlich immernoch was anderes, wie sie als gesamt Paket herüberkommen! Und dabei gibt es bei diesem Album eigentlich nichts zu bemängeln. Allerdings vermisse ich im Album teilweise etwas mehr rockige Element, es gab teilweise Momente, in denen ich dachte “Boa, jetzt gehts los!” Aber dann wurde es doch meist wieder leise und Pete kehrte zur acoustik Gitarre zurück. Das ist allerdings auch das einzige, was ich an dem Album zu bemängeln habe!

Daher bekommt das Album eine Werung von:

90%